Über den Hanauer Musik- und Trachtenverein Sand e.V.


 

 
 
Bericht über die Jahreshauptversammlung

am 23. 01.2006 in der Kehler Zeitung

 

Trotz Minus: Vertrauen zum Vorstand 

Musik- und Trachtenverein Sand diskutierte Zuschauer-Debakel bei Feiern zum 80-jährigen Bestehen

 

Die Aufarbeitung des Zuschauer-Debakels bei den Feiern zum 80-jährigen Bestehen stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Hanauer Musik- und Trachtenvereins Sand. Am Ende sprachen die Mitglieder dem Vorstand das Vertrauen aus. 

Von: Günter Ferber

 Willstätt-Sand. „Es geht um die Zukunft des Vereins“, betonte Vorsitzender Michael Reis zur Eröffnung der Jahreshauptversammlung des Hanauer Musik- und Trachtenverein Sand am Freutag im Gasthaus „Schwanen“. Grund für diese Äußerungen: die Feiern zum 80-jährigen Bestehen im Juli 2005. Dabei entstand ein Verlust von 33 000 Euro, so dass der Verein an den Rand der Insolvenz geriet. Grund hierfür war laut Kassiererin Ute Seitz der geringe Zuschauerzuspruch. Bei der SWR3-DanceNight waren nur 700 und beim großen Abend der Blasmusik etwa 900 Gäste im 3000 Zuschauer fassenden Zelt. Auch nach dem Kreistrachtenfest am Sonntag war der Besuch im Zelt eher mager. „Wir hatten im Vorfeld verschiedene ähnliche Veranstaltungen besucht, bei denen das Zelt – auch für 3000 Personen – bis auf den letzten Platz voll war“ so Reis. Über die Gründe für den geringen Zuspruch könne man nur mutmaßen. Lag es am Eintritt von 18 Euro pro Person am Samstag oder an den heißen Temperaturen am Sonntag? Nach dem Fest sorgten viele Anschuldigungen auch gegen den Vorsitzenden für Unruhen im Verein. Der Ortschaftsrat bewilligte schließlich einen Zuschuss von 10 000 Euro und einen Vorschuss von 5 000 Euro, der mit den jährlichen Zuschüssen an den Verein in den nächsten Jahren verrechnet wird. Durch Spenden und weitere Einnahmen konnte das Minus auf etwa 6 000 Euro reduziert werden. Dieser Betrag musste als Kredit aufgenommen werden. Der Verein habe eine Zukunft, so Reis, und auf Grund der guten Nachwuchsarbeit – derzeit sind 21 Kinder in der Flötengruppe – habe er auch den nötigen Nachwuchs. 

Junger „Vize“ 

Neuwahlen standen nicht an; dennoch stellte Reis die Vertrauensfrage. Bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen sprach ihm die Versammlung mit großer Mehrheit das Vertrauen aus, und der Gesamtvorstand wurde bei fünf Enthaltungen ohne Gegenstimme entlastet. Reis’ Stellvertreter Norbert Hainisch legte sein Amt nieder. Hainisch begründete seinen Schritt mit ungenügender Information im vergangenen Jahr. Als Nachfolger stellte sich Simon Schneider zur Wahl, ein erst 20-jähriger Aktiver. Mit großer Mehrheit gaben ihm die Mitglieder das Vertrauen.

Derzeit steht der Verein auch ohne Dirigent da. Otmar Wendling hatte das Amt im Dezember nach Unstimmigkeiten niedergelegt. Im März werden Kandidaten vordirigieren – dann werde man weitersehen, so Reis.

Auf der Tagesordnung stand auch eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Diese sei überfällig. Mit 18 Euro pro passivem Mitglied habe der Verein mit den niedrigsten Beitrag aller Vereine der Umgebung, so Reis. Die neuen Hallengebühren und gestiegene sonstige Kosten machen die Anpassung erforderlich. Die Passiven zahlen künftig 22 Euro. Den gleichen Beitrag zahlen künftig auch die Aktiven, die bisher beitragsfrei waren. Um den Beitrag für die Aktiven erheben zu können, musste die Satzung geändert werden, was ebenfalls mit großer Mehrheit erfolgte.

Michael Reis rief die Mitglieder zu einer guten Zusammenarbeit auf. Was war, sei vergessen. „Wir haben immer gute Musik gemacht und werden dies auch in Zukunft tun.“

 

 

Bericht über das Jubiläums- und Kreistrachtenfest

am 19.07.2005 in der Kehler Zeitung

 

Beim Geburtstag blieben die Gäste aus


Musikverein Sand bot zum 80-Jährigen Musik der Extraklasse / Verantwortliche sind enttäuscht

 

Die Musik war Spitze, der Besucherzuspruch dagegen schwach. So kann man es auf einen Nenner bringen – das Fest zum 80-jährigen Bestehen des Hanauer Musik- und Trachtenvereins Sand.

Von: Günter Ferber

Willstätt-Sand. Enttäuscht zeigte sich am Sonntagabend der Vorsitzende Michael Reis angesichts der schwachen Besucherresonanz beim Jubiläumsfest des Sander Musikvereins. »Wir haben damit gerechnet, dass wir mehr Zuspruch zu unseren Veranstaltungen aus der Bevölkerung und den umliegenden Musikvereinen erhalten.«
Beim Abend der Stars der Blasmusik am Samstag hatte der Verein laut Michael Reis mit über 1000 Besuchern gerechnet. Nur etwa 600 waren gekommen. Dabei boten die drei Kapellen »Robert Payer und die Burgenland-Kapelle«, »d’Rhinwagges« und »Gloria« Blasmusik der Extraklasse.
Auch am Sonntag wurden die Erwartungen des Vereins nicht erfüllt. Nach dem Umzug aus Anlass des 29. Kreistrachtenfestes war das 3000 Personen fassenden Festzelt nur kurzzeitig gefüllt. Bereits kurz nach 17 Uhr war der Großteil der 60 Gruppen, die am Umzug teilgenommen hatten, schon wieder auf der Heimreise. Dies lag sicherlich auch an den hohen sommerlichen Temperaturen.
Die Trachtenträger mussten während des Umzuges schon viel schwitzen und im Zelt herrschten auch entsprechende Temperaturen. So musste das für 18 Uhr angesetzte gemeinsame Auftreten aller Musikkapellen abgesagt werden, da kaum noch Musikkapellen anwesend waren. Um diese Zeit spielte nur noch die Musikkapelle aus Meistratzheim im Elsass, einem Nachbarort der elsässischen Partnergemeinde Sand.
Daraufhin entschlossen sich die Verantwortlichen, das für 19 Uhr angesetzte Konzert von Vlado Kumpan und seinen Musikern auf kurz nach 18 Uhr vorzuziehen. Die Freunde der Blasmusik, die geblieben waren oder erst zu diesem Auftritt kamen, wurden dafür von Vlado Kumpan und seinen Musikern mit Spitzenblasmusik entlohnt. Der Europameister der Blasmusik von 2003 aus Tschechien zeigte, warum diese Kapelle zu den besten in Europa zählt.
Musik vom Feinsten
Enttäuscht vom Besucherzuspruch war auch Otmar Wendling, Dirigent der Sander Kapelle. »Bei unserem Fest wurde Blasmusik vom Feinsten geboten. An was es lag, dass die Erwartungen des Hanauer Musik- und Trachtenverein nicht erfüllt wurden, weiß ich auch nicht«, sagte Vorsitzender Michael Reis. Denn auch am Freitag waren zu der SWR 3-Dance-Night nicht so viele Gäste wie erhofft gekommen.
Lag es am Eintrittspreis von 20 Euro am Samstag? »Für drei Spitzenkapellen Europas sicherlich nicht zu viel«, meinen die Veranstalter. Oder lag es an den sommerlichen Temperaturen? Wie meinte doch der Sprecher der »Rhinwagges« am Samstag: »Willkommen in der größten Sauna von Sand.« Oder lag es einfach nur daran, dass die Leute weniger weggehen?

 

 

 

 

Vorbericht zum Kreistrachtenfest

am 16.07.2005 in der Mittelbadischen Presse

   

70 Gruppen und Kapellen werden morgen durch Sand ziehen


Zahlreiche Besucher beim 29. Kreistrachtenfest erwartet / Schon heute Konzert »Stars der Blasmusik«

 

Am Wochenende wird in Willstätt das 29. Kreistrachtenfest des Bundes Heimat und Volksleben gefeiert. Gleichzeitig begeht man das 80-jährigen Bestehen des in dem Ort ansässigen Hanauer Musik- und Trachtenvereins.

Von: Günter Ferber

Volkstümliches Schauspiel wird morgen, Sonntag, in Willstätt-Sand über die Bühne gehen. Etwa 70 Trachtengruppen und Musikkapellen aus der ganzen Region werden für den großen Umzug erwartet, der anlässlich des 29. Kreistrachtenfestes vom Bund Heimat und Volksleben im Ort stattfindet.
Umzug um 14.30 Uhr
Der Start ist um 14.30 Uhr in der Tulpenstraße. Anschließend werden die rund 2000 Trachtenträger über die Hanauerstraße, den Rathausplatz – wo die Ehrentribühne aufgebaut ist – und die Gartenstraße zum Festzelt bei der Sander Halle ziehen. Angeführt wird der Umzug von der Reiterabteilung der Bürgerwehr aus Zell am Harmersbach. Dann folgt der gastgebende Hanauer Musik- und Trachtenverein. Für die Gäste werden Umzugsplaketten im Wert von zwei Euro verkauft. Parkplätze für die Besucher sind in den Gewerbegebieten Lossenfeld I und II ausgewiesen.
Das Sonntags-Programm beginnt bereits um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst im Festzelt. Um 11 Uhr folgt ein Frühschoppenkonzert, wobei zu Mittag auch bewirtet wird. Um 13 Uhr werden die Vorstände der am Umzug teilnehmenden Gruppen und Kapellen zu einem Sektempfang eingeladen.
Zum Abschluss des großen Tages werden nach dem Umzug gegen 18 Uhr alle Trachtenkapellen und Musikvereine gemeinsam im Zelt aufspielen. Ab 19 Uhr wird Vlado Kumpan mit seiner Kapelle Blasmusik der Spitzenklasse darbieten. Für Gäste, die sich eine Umzugsplakette gekauft haben, ist der Eintritt frei.
Gäste aus dem Elsass
Bereits heute, Samstag, beginnt die Jubiläumsfeier des seit 80 Jahren bestehenden Hanauer Musik- und Trachtenvereins um 19 Uhr mit einem Konzert unter dem Motto »Stars der Blasmusik«. Von 19 Uhr bis etwa gegen 1 Uhr morgens werden in dem 3000 Personen fassenden Festzelt drei bekannte Gruppen für Stimmung sorgen.
Zu Beginn spielt Robert
Payer mit seiner Burgenlandkapelle. Das Ensemble konnte nicht nur bei Auftritten in Europa die Zuhörer begeistern, sondern spielte auch schon in den USA.
Etwa ab 21 Uhr wird die elsässische Gruppe »D’Rhinwagges« auftreten.
Auch diese seit fast 30 Jahren bestehende Kapelle trat schon in vielen Ländern auf und spielte im Jahr 1999 bei der Einweihung vom »Stade de France« bei Paris. Um 23 Uhr folgt schließlich die Blaskapelle »Gloria« aus Südmähren. Dem vom Komponisten Zdenèk Gursky geleiteten Esemble gehören insgesamt 13 Instrumentalisten und drei Sänger an.